SASEBO ( Sushiblues | München )

Was für ein Schrei! Entweder hat da einer einen Orgasmus, eine große Wut auf etwas oder sich gerade den großen Zeh gestoßen. Vielleicht auch alles zusammen. Die Mini-LP von Sasebo beginnt jedenfalls mit einem Urlaut, bei dem Howlin’ Wolf Pate stand und der gleich klar macht, was hier gespielt wird: Blues. Natürlich nicht der tausendfach gehörte Klischee-Blues mit endlosem Gitarrengegniedel, sondern bayerisch-japanischer Anarcho-Blues, der Ry Cooder, Tom Waits und Captain Beefheart verarbeitet, aber auch japanische Folksongs und Karaoke-Melodien aus den Siebzigern. Acht Mitglieder umfasst die Münchner Band, vier davon, darunter die beiden Sänger, haben ihre Wurzeln in Japan. Mit großer Intensität und gelegentlicher Lust an der Zerstörung bearbeiten sie diverse Musiktraditionen ihrer Heimat, wobei Instrumente wie Tuba, Klarinette und Akkordeon genauso zum Einsatz kommen wie Yutaka Minegishis „Snakeskin Guitar“. Heraus kommt ein moderner, globaler Underground-Blues, der dank der Sasebos Freude an Schmerz und Konfrontation auch live hervorragend funktioniert. Johannes Waechter (Musik-Journalist, SZ-Magazin-Redeakteur)

 

Eine Antwort auf SASEBO ( Sushiblues | München )

  1. Burkhard - Severdija Zlata sagt:

    Bin seit Anfang an ganz grosse Fan von „Sasebo“ ( trotz meine 64 J. )und werde jedem wärmstens empfählen ihre Konzerte zu besuchen. Es ist eine Mischung von Wehmut,Sehnsucht,Erotik, …Humor…

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